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Der globale Venture-Capital-Markt hat im ersten Halbjahr 2026 mit Finanzierungen von insgesamt 506 Mrd. US-Dollar einen neuen Rekord erreicht. Nach Daten von Dealroom entfiel dabei der überwiegende Teil des Wachstums auf den Bereich Künstliche Intelligenz. Allein KI-Unternehmen sammelten 77% des weltweit investierten Risikokapitals ein – und das ausschließlich bei Unternehmen, deren Geschäftsmodell wirklich im Kern auf KI basiert. Alle anderen Tech-Bereiche bleiben meilenweit dahinter zurück.

Mit einem neuen Corporate-Venture-Capital-Fonds steigt Fresenius systematisch in die Finanzierung junger Gesundheitsunternehmen ein. Über die kommenden fünf Jahre sollen mindestens 200 Mio. Euro in Start-ups und Wachstumsunternehmen investiert werden.

Peptidboom treibt Kapazitätsausbau an: Der Boom therapeutischer Peptide verändert die Landkarte der pharmazeutischen Auftragsfertigung. Gerade kaufte die südkoreanische Samsung Bioepis die Schweizer Polypeptide-Gruppe, nun meldet sich Bachem zu Wort. Der Schweizer Spezialist für Oligonukleotide und Peptide baut im Sisslerfeld bei Eiken eine neue Produktionsanlage für großvolumige Peptide.

Der Göttinger Labor- und Bioprozessausrüster Sartorius hat seinen Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt. Operativ legte der Umsatz währungsbereinigt um 7,7% zu, während die EBITDA-Marge auf 30,3% stieg. Der Ausbau in Südkorea geht planmäßig weiter, dort wird die Produktion im wesentlichen im Jahr 2027 hochgefahren.

KI in Pharma: Der Wille ist da, doch die Vorbereitung fehlt noch weitgehend. Eine Studie der Adecco Group zeigt, dass die Branche zwar das Potenzial künstlicher Intelligenz erkannt hat, bei Führung, Qualifizierung und Governance jedoch erhebliche Defizite aufweist. Nur 13% der Unternehmen aus Healthcare, Life Sciences und Pharma gelten als „future-ready“. Gleichzeitig sehen Beschäftigte KI deutlich optimistischer als vielfach angenommen.

Das Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried bei München hat Anfang Juli gemeinsam mit dem High-Tech Gründerfonds (HTGF) den 11. Life Science Pitch Day veranstaltet. Zwölf Start-ups präsentierten sich dort vor Investoren.

Mit einer ersten Tranche von 50 Mio. US-Dollar in der Series-B-Finanzierung und einer Vermarktungspartnerschaft mit MEDICE sichert sich HMNC Brain Health frisches Kapital für seine Depressionsprogramme. Die Finanzierung markiert einen wichtigen Meilenstein für das Münchner Unternehmen – fast zehn Jahre nach seinen ersten großen Ambitionen in der Präzisionspsychiatrie.

Das aus der Forschung des Europäischen Laboratoriums für Molekularbiologie (EMBL) hervorgegangene Onkologieunternehmen Veraxa Biotech hat den Zusammenschluss mit der SPAC-Gesellschaft Voyager Acquisition Corp. abgeschlossen und wird seit dem 11. Juni unter dem Kürzel VRXA an der Nasdaq gehandelt (ganz offiziell heute ab 15.30 Uhr Ortszeit). Für das Unternehmen mit Wurzeln im Raum Heidelberg markiert der Schritt den Übergang vom Forschungsunternehmen zum börsennotierten Biotech-Entwickler.

Die Ankündigungen kommen nahezu zeitgleich und senden ein deutliches Signal an Politik und Branche: Sowohl der US-Pharmakonzern Eli Lilly als auch Boehringer Ingelheim stellen geplante Investitionen in Deutschland infrage und verweisen dabei auf die gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen.

Viel los war im Wonnemonat Mai, doch nicht alles davon hinterließ eine gute Stimmung, wenn man nur einmal an die Standortschließungen von BioNTech denkt, die viel negativen Nachhall erzeugten. Doch die Übersicht liefert eine größere Bandbreite an Meldungen.