Das erste Quartal ist schon wieder durch, die Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsgeprüften hatten einen hoffentlich guten Austausch, es geht auch in der Biotech-Community um viele Zahlen, die Akquisitionen gehen auch zum Jahresbeginn munter weiter. Für manche Firma aber war es das auch mit der Biotech-Szene und man verschwindet in Richtung Cyberwelt. Seltsame Zeiten, die sich auch im Nachrichtenüberblick widerspiegeln.
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Novartis kauft wieder ein und die kalifornische Excellergy für bis zu 2 Mrd. Dollar. Der Antikörper Exl-111 soll die Allergie-Pipelinestärken und über den bisherigen Standard hinausgehen. Der Deal ist Teil einer Serie von Zukäufen, mit denen der Konzern seine Innovationsbasis gezielt ausbaut.
Eine Firmenübernahme unter US-Unternehmen macht eine Schweizer Investmentgesellschaft froh und zeigt zugleich, wie die Übernahmewelle immer stärker durch das Pharmahaifischbecken schwappt. Wer sich hier strategisch richtig aufgestellt hat mit den nun besonders gesuchten klinischen Programmen innerhalb des eigenen Portfolios, kann gerade eine schöne Ernte einfahren, obwohl der Frühling noch nicht einmal richtig begonnen hat.
Der Basler Pharmakonzern Roche treibt seine Digitalstrategie mit Nachdruck voran und setzt dabei neue Maßstäbe in der Branche. Gemeinsam mit NVIDIA baut das Unternehmen eine „AI Factory“ auf, die zur größten bislang angekündigten Recheninfrastruktur eines Pharmaunternehmens wird. Im Wettlauf der Pharmakonzerne hat Roche damit den von Eli Lilly präsentierten Pharma-Supercomputer übertrumpft.
Was war los in der Biotechnologie- und Pharmawelt im Karnevalsmonat Februar? Die Zusammenstellung der Kurzmeldungen verschafft einen schnellen Überblick.
Der transkript-Nachrichtenticker musste im Januar bereits mächtig schuften, so viel war bereits los in der über den Jahreswechsel offensichtlich ausgeruhten Biotech-Szene. Obwohl eine Woche verkürzt hat der erste Monat des Feuerpferd-Jahres damit ein ganz schönes Tempo vorgelegt.
Roche hat 2025 ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Basler Konzern steigerte seine Verkäufe währungsbereinigt um 7 Prozent auf 61,5 Mrd. CHF und legte beim Kernbetriebsgewinn sogar um 13 Prozent zu. Für viele Beobachter ist das mehr als nur ein solides Jahresergebnis.
Nachdem der Branchenverband BIO Deutschland vor einigen Tagen erste Zahlen zur Finanzierung der hiesigen Biotech-Unternehmen für das vergangene Jahr vorgelegt hat, zählte |transkript.de einerseits nach und rechnete andererseits auch in der Schweiz und Österreich zusammen, was an externen Geldmitteln in die Branche geflossen ist. Deutschland hat zwar den höchsten Betrag vorzuweisen, doch auf die Bevölkerung heruntergerechnet führt die Schweizerische Eidgenossenschaft um viele Längen. Und auch Österreich kann per-capita den großen Nachbarn deutlich übertrumpfen.
In schöner Tradition haben wir in unsere Webstatistik geschaut und finden darin einen deutlichen Gewinner: die Martinsrieder Medigene AG lieferte die meistgelesene Meldung, jedoch leider mit dem Gang in die Insolvenz. Andere haben es erstmals in die Top 10 geschafft, aber auch Wiederholungstäter sind dabei.
Noch ist das letzte Wort nicht gesprochen, die letzte Unterschrift auch der EU-Mitgliedsländer unter einer Neuregelung bezüglich der Züchtungsmethoden in der Pflanzenzucht und Landwirtschaft getrocknet. Doch es bahnt sich ein Paradigmenwechsel an mit dem, was Unterhändler nun zur Abstimmung vorlegen: die CRISPR/Cas-Technologie könnte als „allgemeine“ Züchtungsmethode nicht mehr kennzeichnungspflichtig auf Endprodukten werden.

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Novartis
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Broad Institute, MIT Boston
Roche
Knowbio GmbH
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Robert Hoffie
